Archiv für den Autor: Steffi Weiler

Fast 26.000 Badegäste im Waldfreibad

Förderverein und Bademeister sind mit der Saison zufrieden / Verein beantragt höhere Förderung durch Gemeinden.
(Von Cornelia Liebwein, Bericht aus der Badischen Zeitung vom 8.9.2018)

Bademeister Olaf Döhring (links) und d... blicken auf eine gute Saison zurück. | Foto: Cornelia LiebweinBademeister Olaf Döhring (links) und der Vorsitzende des Fördervereins, Rainer Schwinkendorf, blicken auf eine gute Saison zurück. Foto: Cornelia Liebwein

HÖCHENSCHWAND/HÄUSERN. Bis am Sonntag noch, dann schließt das beheizte Waldfreibad Höchenschwand-Häusern für diese Saison seine Türen und rüstet sich für den Winterschlaf. Der heiße Sommer lässt den Vorsitzenden des Fördervereins „Freunde des Waldfreibades“, Rainer Schwinkendorf, seine Vorstandskollegen und Bademeister Olaf Döhring zufrieden zurück.

Die letzten Strahlen der Septembersonne flimmern an diesem Abend durch die Wipfel der umliegenden Bäume. Noch können die Badegäste die Idylle des Waldbades nutzen. Und selbst wenn das Außenthermometer auf kühl steht, schwimmen einige Dauerschwimmer ihre Bahnen. Laut Schwinkendorf waren es in diesem Jahr beinahe 25 600 Badegäste, die sich das Waldfreibad als Ziel ausgesucht hatten. „Vielleicht“, so hofft er, „können wir bis Sonntag die 26 000 Marke knacken“. Fest steht aber, dass es seit dem Bestehen des Fördervereins seit 14 Jahren lediglich in zwei Sommern mehr Besucher gab. „Nur in den beiden Topjahren 2013 und 2015 hatten wir über 30 000 Badegäste“.

Auch von den Einnahmen her ist er zufrieden. Der Vorverkauf im Frühjahr rentiere schon, rechnet er, wobei wieder viele Karten verkauft werden konnten. Meist hänge die Menge der Karten, die man im Vorverkauf verkaufe, vom Wetter der vorherigen Saison ab. Konnten die Menschen ihre Karte nicht genug nutzen, seien sie im darauffolgenden Jahr eher zurückhaltend.

Anders sei es, wenn es davor ein schöner Sommer war. Insgesamt seien es dieses Jahr 346 Saisonkarten gewesen und nur 2006 und 2007 waren es mehr. Ein guter Tag sei es, meint Schwinkendorf, wenn 300 Gäste das Bad nutzten. An Hand einer Besucherstatistik kann er entnehmen, dass das an 30 Tagen der Fall gewesen ist. Die am besten besuchten Tage waren Ende Juli mit Ferienbeginn und schönem Wetter und fast 1000 Besuchern.

Die Zuschüsse reichen nicht mehr aus

Was ihn besonders gefreut hat, war die große Spendenbereitschaft, nachdem die Menschen von den finanziellen Problemen erfuhren. Zwar profitiere man von der guten Bausubstanz. Fakt sei aber, gibt er zu bedenken, dass die Unterhaltung des Bades viel Geld verschluckt. So brauche die Solaranlage wieder neue Rohre und auch in die Technik müsse erneut investiert werden.

Dass alles teurer werde wisse man ja und das könne man nicht auf die Eintrittspreise umlegen. „Dieses Jahr haben wir von den Gemeinden noch zusätzlich je 7500 Euro bekommen“. Nach 14 Jahren habe er bei den Gemeinden Höchenschwand und Häusern einen Antrag um Erhöhung des Regelzuschusses von 50 000 Euro beantragen müssen, da der Förderverein mit dieser Summe und den erwirtschafteten Beträgen nicht mehr auskommt, erklärt er. Über die erhöhte Bezuschussung von 20 000 Euro je Gemeinde für die Zeit ab 2019 bis einschließlich 2022 werde diesen Herbst in der Haushaltsplanung für 2019 abgestimmt. „So wissen wir dann, was für Geld uns zur Verfügung steht, mit was wir kalkulieren können“, sagt er.

Bei einem Blick auf die Liegewiese wird klar, dass dort der heiße Sommer keine Spuren hinterlassen hat, sattes Grün ist zu sehen.

Von Rainer Schwinkendorf erfährt man, dass die Wiese durch intensives Sprengen und Düngen so schön grün blieb. „Für den Wasserverbrauch ist dies unerheblich bei unserem sowieso schon großen Wasserverbrauch“, bemerkt er. Und erst jetzt, seit es kälter ist, habe, um im Gebäude die Temperaturen zu halten, die Gasheizung angeworfen werden müssen, da nun der Solarstrom nicht mehr ausreicht. Im Frühjahr sei der Gastank gefüllt worden, doch durch die vielen Sonnenstunden wurde davon so gut wie nichts gebraucht.

Demnächst mache man sich daran, das Wasser im Becken 30 Zentimeter abzulassen. Den restlichen Wasserspiegel brauche man für die Festigkeit des Beckens. Dadurch hoffen die Verantwortlichen auf weniger Fliesenschäden.

Auch in den Augen von Bademeister Olaf Döhring war es eine angenehme Saison. „So ist es auch für mich schöner, wie wenn ich auf schönes Wetter warten muss“, ergänzt er. Außerdem sei der Sommer relativ ereignislos verlaufen, mit nur wenigen Schrammen und nur kleineren Unfällen, fasst er zufrieden zusammen.

DLRG-Schwimmer schaffen Prüfung

31 junge Mitglieder erhalten im Waldfreibad Höchenschwand/Häusern den Lohn ihres Trainings
(von Cornelia Liebwein, veröffentlicht in der Badische Zeitung am Do, 02. August 2018)

Zehn Teams schlagen auf

Beim Beachvolleyballturnier im Waldfreibad
(Von Cornelia Liebwein, veröffentlicht in der Badischen Zeitung am Mi, 01. August 2018)

HÄUSERN. Zehn Mannschaften kämpften am Sonntag auf dem heißen Sandplatz beim Waldfreibad Höchenschwand-Häusern bei einem Beachvolleyballturnier innerhalb der „Grüezi Schweiz Woche“ um den Sieg. Zum Schluss standen „We will Block you“ als Sieger fest, gefolgt von den „Sandhüpfer“ und „Klappts oder ischs wie immer“.

Die Sportler kamen aus Lenzkirch, Häusern, St. Blasien, Höchenschwand und Umgebung, um während des sonntäglichen Turniers Triumphe zu feiern. Nach und nach kamen immer mehr Zuschauer, um die Spiele zu verfolgen.

„Gespielt wird nicht auf Zeit, sondern bis eine Mannschaft 21 Punkte erreicht hat“, erklärte Organisator Engelbert Dobler die Regeln. So könne es nie zu einem Untentschieden kommen.

Hoffnungsvolle Spieler machten sich dann jeweils in Dreierteams zum Aufschlagen, Annehmen, Zuspielen, Angreifen und zur Feldverteidigung auf. Schlagkräftig stürzten sie sich in die jeweilige Partie, immer den Ball im Fokus, und ließen sich nicht in die Karten schauen. „Jawohl Jungs“, wurden sie von außen angefeuert oder „Applaus für die Legionäre, die sich weiterhin gut schlagen“. Manch einen schlauchte das kleinschrittige Laufen im heißen Sand.

Nach einem spannenden Finale sonnten sich dann „We will Block you“ als Sieger in ihrem Erfolg. Die „Sandhüpfer“ kehrten mit dem zweiten Platz und „Klappt’s oder isch’s wie immer“ mit Platz drei nach Hause zurück. Zwar gaben auch sie alles, aber am Ende reichte es nicht: mit Platz vier war es für die „Käutze“ nicht die Medaille, die sie sich erhofft hatten. „Stammtisch Blume Kappel“ landeten hinter den „Netzroller“ auf Platz sechs. Die „Uhus“ verloren mit Platz sieben und die „Elas Legionäre“ mit dem achten Platz den Anschluss zu den vorderen Rängen. Den „Eulen“, die auf dem letzten Platz landeten, gelangen zwar etliche gute Aktionen, aber die „St. Blasien Volleys“ konnten einen Gang höher schalten und schlugen sie.

Kopfüber in die Badesaison

Etwa 40 Schwimmer kommen bei gutem Wetter zum Anschwimmen im Waldfreibad
(Beitrag von Cornelia Liebwein in der Badischen Zeitung am Mo, 28. Mai 2018)

Hinein in das gut temperierte Nass und in die neue Badesaison sprangen auch die Mitglieder der DLRG Ortsgruppe St. Blasien beim Anschwimmen am Freitag. Foto: Cornelia Liebwein

HÄUSERN-HÖCHENSCHWAND (lib). „Pack die Badehose ein“ heißt es künftig wieder bei einem Besuch im Waldfreibad Höchenschwand-Häusern. Genau um 17 Uhr am Freitag war der Winterschlaf des höchst gelegenen beheizten Freibades Deutschlands beendet. „Ungefähr 40 Schwimmer haben in den darauffolgenden Stunden das Angebot genutzt und sind zum Anschwimmen gekommen“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins „Freunde des Waldfreibads“, Rainer Schwinkendorf.

Darüber, aber auch über den guten Vorverkauf der Saisonkarten (etwa 320 Karten) ist der Vorsitzende sehr zufrieden. „Im vorigen Jahr“, betont er, „haben wir 299 Karten verkauft“. Auch das sei schon gut gewesen.

Eine kräftige Sonne am blauen Himmel wärmt von oben, während die Rettungsschwimmer des DLRG-Ortsvereins St. Blasien mit ihrem Vorsitzenden Martin Huber in die Fluten springen, und mit ihnen eine große Zahl weiterer Wasserliebhaber. Die erste Begegnung nach der Winterpause mit dem gut temperierten Nass, fernab vom Trubel und mitten im Wald, lässt sie wohlig Luft holen während ihrer Runden.

Unterdessen freut sich Bademeister Olaf Döring über die vielen ersten Gäste sowie die Außentemperatur und Wassertemperatur von jeweils 24 Grad. „Circa elf Grad hat das Wasser, wenn es im Haus ankommt“, verrät er. Dieses Jahr habe man auf den Solarstrom gesetzt und habe kein Gas zum Aufheizen des Wassers gebraucht, erklärt er gut gelaunt. Auch zukünftig begeistern sich die Badegäste aus der Nähe und Ferne über den ungetrübten Badespaß, wonach sie sich entspannt räkelnd in der Liegehalle oder auf der Liegewiese verteilen können.

Väterchen Frost hatte wieder Spuren hinterlassen, sowohl im Nichtschwimmerbecken als auch im großen Schwimmerbecken und auf der kompletten Badeanlage. Bereits ab Mitte März rückte Bademeister Döring den Schäden auf den Leib.

Zusätzlich war für die Mitglieder des Fördervereins wieder an einem Samstag Arbeitsdienst angesetzt worden. „Fast 30 Leute haben da mitgeholfen“, lobt Fördervereinschef Schwinkendorf. Nun hofft er erneut auf eine rege Saison, die am Samstag offiziell begann und voraussichtlich am 9. September enden wird.

Gemeinde Höchenschwand setzt ein Zeichen: Freunde des Waldfreibads erhalten 7500 Euro

Auf Antrag der Gemeinde erhält der Förderverein neben dem jährlichen Regelförderbetrag von 50 000 Euro für dieses Jahr einmalig eine Summe von 7500 Euro.
(Beitrag von Stefan Pichler aus dem Südkurier vom 17.04.2018)

Der Gemeinderat befürwortete in seiner jüngsten Sitzung einen Antrag des Vereins „Freunde des Waldfreibades e.V.“ auf Erhöhung des jährlichen Zuschusses für den Betrieb des Waldfreibades Häusern-Höchenschwand. Auf Antrag der Gemeinde erhält der Förderverein neben dem jährlichen Regelförderbetrag von 50 000 Euro für dieses Jahr einmalig eine Summe von 7500 Euro. Bürgermeister Stefan Dorfmeister stellte in der Sitzung in Aussicht, dass im Herbst über eine grundsätzliche Erhöhung des Regelförderbetrages bis zum Jahr 2022 entschieden werde, wenn die endgültigen Haushaltszahlen der Gemeinde für das laufende Jahr vorliegen.

In der Sitzung bezeichnete Bürgermeister Stefan Dorfmeister die Arbeit des Fördervereines in den vergangenen 13 Jahren als eine Erfolgsgeschichte, die beispielgebend für andere Betreiber von Freibädern sei. Mit der Zuweisung von 7500 Euro wolle die Gemeinde darum auch ein Zeichen setzen. So solle nun auch auf politischem Wege versucht werden, dass sich neben Höchenschwand und Häusern auch die übrigen Gemeinden der Raumschaft an den Kosten des Bades beteiligen, schließlich würden diese auch von dem beheizten Freibad profitieren.

„Der Förderverein stellt das Bad beispielsweise kostenlos für den Schulsport in der Raumschaft zur Verfügung. Die Zahlen belegen auch, dass das Freibad von zahlreichen Gästen aus St. Blasien, Bernau, Dachsberg oder Weilheim genutzt wird, ohne dass sich diese Gemeinden bisher an den Kosten beteiligen“, zählte Stefan Dorfmeister einige Vorteile auf. Dies wurde auch in einigen Wortbeiträgen der Gemeinderäte aller Fraktionen so gesehen.

Der Vorsitzende des Fördervereines, Rainer Schwinkendorf, gab in der Gemeinderatssitzung einen kurzen Situationsbericht zur wirtschaftlichen Lage des Bades. Er habe bereits vor 13 Jahren bei Übernahme des Bades durch den Förderverein die Entwicklung kommen sehen, dass die notwendigen Investitionen die Einnahmen übersteigen werden. Auch deshalb habe er immer wieder Vorstöße unternommen, dass sich auch die Gemeinden der Raumschaft an den Kosten beteiligen, bisher allerdings ohne Erfolg.

Tourismuschef Sebastian Stiegeler gab in der Sitzung die Gäste- und Übernachtungszahlen für 2017 bekannt. So seien die Übernachtungen mit 185 623 im Vergleich zum Jahr 2016 um 6,5 Prozent zurückgegangen. Positiv sei aber, dass die Gästeankünfte mit 33 962 um 1,67 Prozent gestiegen seien. Dies bestätige zum einen den Trend zu kürzeren Aufenthaltszeiten aber auch, dass der Kur- und Ferienort seine Anziehungskraft nicht verloren habe, sagte Stiegeler. Gründe für den Rückgang der Übernachtungszahlen sah Stiegeler neben den natürlichen Schwankungen auch im Schließen eines großen Hotels im Ort. Auch zukünftig befürchtete Stiegeler, dass durch die Überalterung einiger Betreiber, aber auch durch die verschärften Brandschutzbestimmungen, einige Hotels schließen werden. Lösungsmöglichkeiten sah er in der Umsetzung innovativer Ideen, der Regelung der Nachfolgefrage oder der Förderung von Investitionen, etwa im Breitbandausbau. Gemeinderat Georg Villinger unterstrich, dass die Zahl der Gästeankünfte mit 33 962 ein großer Erfolg für Höchenschwand sei, denn zu den besten Kurzeiten mit damals 400 000 Übernachtungen habe die Gemeinde nur rund 30 000 Gästeankünfte registriert. Die gleichbleibend hohe Zahl der Gästeankünfte belege, dass der Strukturwandel in Höchenschwand geschafft worden sei.