Nachtschwimmen abgesagt

Aufgrund der aktuellen Wettervorhersage müssen wir das Nachtschwimmen am Samstag, den 25.06.16 leider absagen. Die Vorstandschaft Freunde des Waldfreibades e.V.

Glücklich im glasklaren Nass

Badische Zeitung vom 27. Mai 2016

Saisonstart im Waldfreibad.

Das idyllisch gelegene Waldfreibad ist seit Mittwochabend wieder ein beliebtes Ziel. Foto: Cornelia Liebwein

Das idyllisch gelegene Waldfreibad ist seit Mittwochabend wieder ein beliebtes Ziel. Foto: Cornelia Liebwein

HÄUSERN (lib). Die Badesaison im Waldfreibad Häusern/Höchenschwand ist eröffnet. Zum Anschwimmen am Mittwochabend waren nur Vereinsmitglieder des Fördervereins Waldfreibad eingeladen. Am Fronleichnamstag pflügten dann die ersten 25 Badegäste durchs glasklare, 24 Grad warme Nass. Mit dem Kartenvorverkauf zeigte sich Fördervereinsvorsitzender Rainer Schwinkendorf zufrieden. Ungefähr 280 Karten, die meisten davon Familienkarten, seien verkauft worden, berichtete er. Letztes Jahr seien es im gesamten Jahr 303 Karten gewesen. „Wenn wir jetzt die rund 50 Karten, die bei akzeptablem Wetter erfahrungsgemäß bis Mitte Juni dazukommen, dazunehmen, können wir in diesem Jahr mit 330 Karten rechnen“, kalkulierte er.

Mit dem Roboter und Handarbeit

Badische Zeitung vom 23. Mai 2016

Waldbad ist vorbereitet.

HÄUSERN (lib). Es war eine eingespielte Truppe, die sich am Samstag traf, um dem Waldfreibad Höchenschwand/Häusern vor der Wiedereröffnung am Mittwoch den letzten Schliff zu geben. Mit Putzgeräten, Putzmittel sowie Gartengeräten aller Art rückten etwa 20 Mitglieder des Fördervereins Waldfreibad unterdessen Staub, Dreck, Unkraut und allem, was zu viel war, zu Leibe. Auch die Sonne war dabei. Sie wärmte mit ihrer Kraft die Außentemperatur und zum Teil das Wasser auf jeweils 18 Grad.

Die Mülleimer und Bänke werden auf ihre Plätze verteilt, der Beachvolleyballplatz und der Sandkasten gerichtet und die Becken sauber gemacht, erklärte Vereinsvorsitzender Rainer Schwinkendorf, während er sich um einen elektrischen Ausfall kümmerte. Eine neu eingebaute Mess- und Regeltechnik überwacht nun die Wasserqualität.

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Um den Grund des Beckens zu reinigen, musste der Wasserroboter ran. Foto: Cornelia Liebwein


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Auch die Spielgeräte für die Kleinen wurden hergerichtet. Foto: Cornelia Liebwein

2015 war ein Rekordjahr für das Waldfreibad

Südkurier vom 25. April 2016

Die Badesaison 2015 war mit rund 31 000 Besuchern die Beste für das Höchenschwander Waldfreibad seit 20 Jahren. Der Kartenvorverkauf für die neue Saison, die am 25. mai beginnt, startet am 7. Mai. Die Saisonkarten wurden in diesem Jahr um fünf Euro (Vorverkauf) und um zehn Euro (regulär) erhöht.

Der geschäftsführende Vorstand des Fördervereines (von links): Reinhold Maier, Martina Zeissler-Fromm, Fritz Kellner und Rainer Schwinkendorf. Bild: Stefan Pichler

Der geschäftsführende Vorstand des Fördervereines (von links): Reinhold Maier, Martina Zeissler-Fromm, Fritz Kellner und Rainer Schwinkendorf. Bild: Stefan Pichler

Höchenschwand (pic) Eine positive Bilanz zogen die Freunde des Waldfreibades bei ihrer Hauptversammlung. Mit 30 375 Gästen sei die Saison 2015 von der Besucherzahl her die Beste seit über 20 Jahren gewesen, denn der Sommer habe sich bis Mitte August beinahe täglich von seiner besten Seite gezeigt, zeigte sich der Vorsitzende Rainer Schwinkendorf zufrieden. Einen Besucherrekord gab es mit 2150 Badegästen am 5. Juli. Auch an den sechs Tagen um dieses Wochenende hätten das Waldfreibad 7000 Gäste besucht. „Dies zeigt, dass sich das schön gelegene Freibad einer immer größeren Beliebtheit erfreut, vorausgesetzt das Wetter stimmt“, sagte der Vorsitzende.

Wie im Vorjahr wurde die Badesaison bei einem Arbeitseinsatz von 20 ehrenamtlichen Helfern vorbereitet. Bei der Beschaffung von Hilfsmitteln, Material und der Verpflegung der vielen Helfer zeige sich, dass das Bad nach wie vor von vielen örtlichen Firmen und den Bauhöfen der Gemeinden Höchenschwand und Häusern unterstützt werde. Im Zusammenhang mit dem Betrieb des Bades hob Schwinkendorf das Engagement von Bademeister Olaf Döhring und die ehrenamtliche Unterstützung von Wilfried Weisheit und Hans-Jörg Bethge besonders hervor. Positiv bewertete Schwinkendorf auch die gute Zusammenarbeit mit der DLRG-Ortsgruppe St. Blasien.

Kritisch sah Rainer Schwinkendorf, dass vier Umlandgemeinden seiner Bitte um einen Zuschuss zur langfristigen Erhaltung des Waldfreibades nicht entsprochen haben. Zwar habe die Stadt St. Blasien einmalig einen Betrag von 1000 Euro gespendet. Die Gemeinden Bernau und Weilheim hätten unter Hinweis auf die Unterstützung eigener Vereine einen ablehnenden Bescheid gegeben, die Gemeinde Dachsberg habe gar nicht reagiert. Bei dieser Entscheidung sei außer Acht gelassen worden, dass das Waldfreibad von vielen Bürgern und Gästen der Raumschaft St. Blasien regelmäßig genutzt werde, äußerte sich Schwinkendorf enttäuscht. Ausdrücklich bedankte sich dieser bei den Gemeinden Höchenschwand und Häusern, die den Förderverein bis zum Jahre 2020 weiterhin mit je 50 000 Euro unterstützen.

Der Kartenvorverkauf für die neue Badesaison beginnt am 7. Mai bei den Schmidt’s Märkten in Häusern und St. Blasien sowie am Bauernmarkt in Frohnschwand. Bis zur Eröffnung werden die verbilligten Vorverkaufskarten auch bei der Sparkasse St. Blasien und Höchenschwand und bei den Tourist Informationen in Häusern und Höchenschwand abgegeben. „Nach fünf Jahren mussten wir die Preise der Vorverkaufskarten in allen Kategorien um fünf Euro erhöhen“, sagte Schwinkendorf. So kostet zukünftig die Familienkarte im Vorverkauf 80 Euro, die Erwachsenenkarte 45 Euro und die Kinder- und Jugendkarte 30 Euro. Mit Beginn der Badesaison verteuern sich alle Karten um zehn Euro. Die Saison wird mit dem Anschwimmen am 25. Mai eröffnet und dauert bis 11. September. Am 25. Juni findet das Nachtschwimmen und am 31. Juli das Beachvolleyballturnier statt.

Der Verein:
Die Freunde des Waldfreibades wurden am 17. März 2005 gegründet, um das von der Schließung bedrohte Waldfreibad zu erhalten. Er zählt zurzeit 280 Mitglieder. Vorsitzender ist Rainer Schwinkendorf aus Häusern. Informationen über Aktivitäten, Termine und das Wetter:www.waldfreibad.com

2015 war für das Waldfreibad ein Rekordjahr

Badische Zeitung vom 25. April 2016

Der Verein „Freunde des Waldfreibades“ zieht eine positive Bilanz des Betriebes / Enttäuschung über fehlende Unterstützung aus den Kommunen der Umgebung.

HÖCHENSCHWAND. Eine positive Bilanz zogen die Freunde des Waldfreibades bei ihrer Hauptversammlung am Donnerstag im Clubraum der Georgsklause. Die Saison 2016 wird mit dem An-schwimmen am 25. Mai eröffnet und dauert bis zum 11. September. Weiterhin werden am 25. Juni das Nachtschwimmen und am 31. Juli das beliebte Beachvolleyballturnier durchgeführt.

Mit 30.375 Gästen sei die Saison 2015 von der Besucherzahl her die Beste seit über 20 Jahren gewesen, denn der Sommer habe sich bis Mitte August beinahe täglich von seiner besten Seite gezeigt“, zog der Vorsitzende Rainer Schwinkendorf eine positive Bilanz. Einen Besucherrekord gab es mit 2150 Badegästen am 5. Juli. An den sechs Tagen um dieses Wochenende hätten 7000 Gäste das Bad besucht. „Dies zeigt, dass sich das schön gelegene Freibad einer immer größeren Beliebtheit erfreut, vorausgesetzt das Wetter stimmt“, sagte der Vorsitzende.

Wie im Vorjahr wurde die Badesaison mit einem Arbeitseinsatz von 20 ehrenamtlichen Helfern vorbereitet. Bei der Beschaffung von Hilfsmitteln, Material und der Verpflegung der vielen Helfer zeige sich, dass das Bad nach wie vor von vielen örtlichen Firmen und den Bauhöfen der Gemeinden Höchenschwand und Häusern unterstützt werde. Im Zusammenhang mit dem Betrieb des Bades hob Schwinkendorf das Engagement von Bademeister Olaf Döhring und die ehrenamtliche Unterstützung von Wilfried Weisheit und Hans-Jörg Bethge besonders hervor. Positiv bewertete Schwinkendorf auch die gute Zusammenarbeit mit der DLRG-Ortsgruppe St. Blasien.

Kritsch sah Schwinkendorf, dass vier Umlandgemeinden seiner Bitte um einen Zuschuss zur langfristigen Erhaltung des Waldfreibades nicht entsprochen haben. Zwar habe die Stadt St. Blasien einmalig einen Betrag von 1000 Euro gespendet. Die Gemeinden Bernau und Weilheim hätten unter Hinweis auf die Unterstützung eigener Vereine eine finanzielle Unterstützung abgelehnt, die Gemeinde Dachsberg habe gar nicht reagiert.

Bei dieser Entscheidung sei nicht berücksichtigt worden, dass das Waldfreibad von vielen Bürgern und Gästen aus der Region um St. Blasien regelmäßig genutzt werde, sagte Schwinkendorf und zeigte sich enttäuscht.

Ausdrücklich bedankte er sich bei den Gemeinden Häusern und Höchenschwand, die den Förderverein bis zum Jahre 2020 weiterhin mit je 50 000 Euro jährlich unterstützen.

Der Kartenvorverkauf für die neue Badesaison beginnt am 7. Mai. Vorverkaufsstellen sind die „Schmidts Märkte“ in Häusern und St. Blasien sowie der Bauernmarkt in Frohnschwand. Bis zur Saisoneröffnung werden die verbilligten Vorverkaufskarten auch bei der Sparkasse in Höchenschwand und bei den Touristinformationen in Häusern und Höchenschwand zu kaufen sein.

„Nach fünf Jahren mussten wir die Preise der Vorverkaufskarten in allen Kategorien um fünf Euro erhöhen“, sagte Schwinkendorf. So kostet zukünftig die Familienkarte im Vorverkauf 80 Euro, die Erwachsenenkarte 45 Euro und die Kinder- und Jugendkarte 30 Euro. Mit Beginn der Badesaison verteuern sich alle Karten um zehn Euro. In diesem Jahr erhalten die Mitglieder wieder beim Kauf einer Vorverkaufskarte einen Gutschein in Höhe von zehn Euro.

Vorsitzender des Vereins ist Rainer Schwinkendorf. Über die Internetseite informiert der Verein über Aktivitäten und Termine und das aktuelle Wetter.

Waldbad wird weiter gefördert

Badische Zeitung vom 23. März 2016

Jährlich 50 000 Euro.

HÄUSERN (csi). Die Gemeinde wird das Waldfreibad Häusern/Höchenschwand auch in den kommenden vier Jahren mit 50 000 Euro jährlich bezuschussen. Dies beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag.

Seit 2005 betreibt der Verein „Freunde des Waldfreibades“ das Waldfreibad. Seither unterstützen die Gemeinden Häusern und Höchenschwand den Betrieb mit jeweils 50 000 Euro jährlich. Die Zuschüsse wurden bisher für jeweils vier Jahre durch Gemeinderatsbeschluss zugesichert, die Unterstützung läuft Ende dieses Jahres aus. Der Verein hatte daher eine weitere finanzielle Unterstützung ab 2017 beantragt und die Hoffnung auf eine Unterstützungszusage für sechs bis acht Jahre geäußert.

Die Hoffnung erfüllte sich indes nicht. „Wir sollten zum Waldfreibad stehen“, hatte Bürgermeister Thomas Kaiser dem Gremium erklärt, aber darauf hingewiesen, dass seitens des Kommunalamtes auf eine kurze Befristung besonderer Wert gelegt wurde.

Daher beschloss das Gremium, die Bezuschussung wie bisher auf vier Jahre zu begrenzen und auch bei der Zuschusshöhe zu bleiben.

Besucherrekord im Waldfreibad

Südkurier vom 15. September 2015

Das Waldfreibad verbucht in dieser Saison so viele Badegäste wie noch nie. Der Förderverein muss eine neue Regelanlage für Chlor anschaffen.

Das Sommerwetter, das ab Juli für Höchenschwander Verhältnisse ungewöhnlich viele Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad im Gepäck hatte, bescherte dem kleinen Waldbad einen Besucherrekord. „Über 30 000 Gäste haben unser Bad besucht“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins, Rainer Schwinkendorf. | Bild: Stefan Pichler

Das Sommerwetter, das ab Juli für Höchenschwander Verhältnisse ungewöhnlich viele Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad im Gepäck hatte, bescherte dem kleinen Waldbad einen Besucherrekord. „Über 30 000 Gäste haben unser Bad besucht“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins, Rainer Schwinkendorf. | Bild: Stefan Pichler

Das Waldfreibad Häusern/Höchenschwand beendete am Sonntag die Freibadsaison. Nach einem heißen Sommer zählt das Schwimmbadteam 30 000 Besucher. Badefans konnten viele schöne Tage genießen und sich im Wasser abkühlen. Das Saisonfazit von Rainer Schwinkendorf, Vorsitzender des Vereins Freunde des Waldfreibades fällt uneingeschränkt positiv aus. „Es war eine ganz ruhige Saison“, sagt Schwinkendorf.

Wobei sich das allerdings kaum auf den Besuch des Bades beziehen kann. Denn der brach in diesem Jahr dank der lang anhaltenden Sommerhitze, die sogar auf 971 Metern über dem Meeresspiegel für Temperaturen von mehr als 30 Grad sorgte, alle Rekorde. In der ersten Juliwoche besuchten fast 7000 Gäste das Bad, allein am Sonntag, 5. Juli, kamen 2200 Besucher. Der bisherige Rekord lag bei 1800 Besuchern an einem Tag. Der Juli 2015 war auch der beste Monat in der Geschichte des Bades, verrät Rainer Schwinkendorf. Mehr als 15 000 Gäste kamen zum Schwimmen.

„Der Juli ist allgemein am besten besucht, da hat Deutschland Ferien“, blickt Schwinkendorf auf die Statistik. Die bisher besten Besucherzahlen habe das Bad in den vergangenen Jahren einmal in einem Juli und einmal in einem August erreicht. Zu erwarten war der diesjährige Rekord nicht, zumal mit 258 Saisonkarten im Vorverkauf weniger abgesetzt worden waren als im Vorjahr. Das lag, so vermutet der Vorsitzende des Fördervereins, wohl an dem schlechten Wetter des vergangenen Sommers, in dem sich die Investition für viele potenzielle Badegäste nicht gelohnt hatte. Bei der großen Hitze gingen aber trotzdem in diesem Sommer viele Menschen ins Bad, dann eben per Einzeleintritt. „Wir sind finanziell zufrieden, Geld verdienen wir mit den Einzelzahlern“, sagt Rainer Schwinkendorf.

Ruhig verlief die Saison allerdings in anderer Hinsicht. Zur Erleichterung von Schwimmmeister Olaf Döhring gab es keine Unfälle, auch von anderen Zwischenfällen, wie etwa Streitereien zwischen Badegästen, blieb das Bad verschont. Als besonders erfreuliches Ereignis dieser Saison nennt Rainer Schwinkendorf auf Nachfrage daher auch die Zufriedenheit der Badegäste, die immer wieder geäußert worden sei. Und überfüllt, das betont er, sei das Bad nicht gewesen: „Wir haben für noch mehr Leute Platz“.

Seit Montag sind die Becken und die Liegewiese im Winterschlaf. Nun geht das Grübeln für die Engagierten vom Förderverein erst richtig los: Die alte Regelanlage, die eigentlich automatisch für die Dosierung des Chlors im Wasser sorgen sollte, zeigte in diesem Sommer Schwächen. Bademeister Olaf Döhring musste häufig von Hand die Dosierung übernehmen. Für die Mitte der 1980er Jahre angeschaffte Anlage – „damals der Mercedes unter den Anlagen“, wie Schwinkendorf betont – gibt es keine Ersatzteile mehr. Außerdem habe sich die Technik weiterentwickelt. Also heißt es in diesem Herbst und Winter recherchieren und Kostenvoranschläge einholen, damit in der kommenden Saison wieder eine zuverlässige Automatik hinter den Kulissen für die Wasserqualität sorgt und den Schwimmmeister entlastet. „Es muss ja nicht wieder ein Mercedes sein“, sagt Schwinkendorf augenzwinkernd, eine solide Mittelklasse täte es auch.

„Kleine Unfälle kommen vor“

Badische Zeitung vom 05. August 2015

BZ-INTERVIEW mit Olaf Döhring über seine Aufgaben als Bademeister im Waldfreibad.

HÄUSERN. In den kommenden Tagen soll es wieder sehr warm werden. Dann wird auch das Waldfreibad Häusern-Höchenschwand wieder eine gefragte Adresse sein. Bereits jetzt, zur Halbzeit der Badesaison, sind mehr als 18 759 Badegäste ins erfrischende Nass abgetaucht. Für Bademeister Olaf Döhring bedeutet das, immer ein waches Auge zu haben. Cornelia Liebwein sprach mit ihm über seine Arbeit.

BZ: So ein Badetag ist spannend, passieren kann viel. Mit was für Zwischenfällen hatten Sie in den letzten Jahren immer wieder zu tun?

Döhring: Mal ein Pflaster hier, ein Verband da. Kleinere Unfälle kommen schon mal vor, erst kürzlich wieder hat sich ein Junge im tiefen Becken aufgeschlagen oder einmal ein Dreijähriger beim Stürzen die Frontzähne ruiniert. Zudem gibt es hin und wieder Badegäste, die in der Sonne einschlafen und danach Kreislaufprobleme haben, Kinder, die sich trotz Warnung in der Sonne verbrennen, weil sie diese und den Wind in unserer Höhe unterschätzen. Es kam vor, dass ein Besucher unterzuckert war oder jemand einen epileptischen Anfall hatte – doch bisher war noch keine lebensbedrohliche Situation darunter.

BZ: Das heißt, dass sie dann als Erstversorger gefragt sind?

Döhring: Selbstverständlich, ich bin verpflichtet alle drei Jahre an einem großen Erste-Hilfe-Kurs teilzunehmen. Auch die Schüler, die in den Ferien hier jobben, bereite ich auf verschiedene Möglichkeiten vor, indem ich Konstellationen mit ihnen durchspiele. Das ist wichtig, denn, falls was passiert, muss die Versorgungskette reibungslos funktionieren. Obendrein haben wir seit drei Jahren einen Defibrillator im Erste-Hilfe-Raum, in dessen Handhabung ich als Sicherheitsbeauftragter unterwiesen wurde.

BZ: Wie schaffen Sie es, dass das Wasser im 50 Meter Sportbecken mit angrenzendem Nichtschwimmerbereich auch bei einer so hohen Belastung hygienisch stets einwandfrei bleibt?

Döhring: Bewährte Technik garantiert ungetrübten Badespaß. Unter anderem sorgen die schnelle Umwälzzeiten des Beckenwassers für eine hervorragende Wasserqualität. Durch die kontinuierliche Zugabe von Chlor werden Keime, die Mittelohr- oder Lungenentzündung verursachen können und Bakterien, mit Blick auf Haare oder Hautschuppen, auf diese Weise innerhalb von Sekunden abgetötet. Die Chlor- und pH-Werte werden von mir drei Mal täglich gemessen und dokumentiert und einmal im Monat von einem unabhängigen Labor kontrolliert und überprüft. Deren Mitarbeiter kommen unangekündigt ins Schwimmbad und entnehmen ihre Schöpfproben.

BZ: Kann man bei so vielen Badegästen denn den Überblick behalten. Haben Sie auch Unterstützung?

Döhring: Bis zu den Schulferien, vordergründig zu den Stoßzeiten und je nach Wetterlage, wie samstags und sonntags oder auf Anforderung auch nachmittags unter Woche greifen mir Mitglieder der DLRG unter die Arme. In den Schulferien unterstützt mich ein Ferienjobber.

BZ: Was sind ihre Aufgaben, wenn die Besucher nach Hause gegangen sind und es auf dem Areal ruhig geworden ist?

Döhring: Jeden Tag muss das Planschbecken abgesaugt und je nach Bedarf das Mehrzweckbecken, beziehungsweise der Beckenboden mit dem Saugroboter gereinigt werden. Ich kontrolliere die Wiese auf Scherben, wechsle die Mülleimer und so weiter – die Liste ist unendlich lang. Eigentlich kenne ich keinen Beruf, der so vielseitig ist, wie der des Schwimmmeisters. Der das Handwerkliche, wie die Elektronik, Schlosser- und Gärtnerarbeiten, Installationen, das Verständnis der chemischen Abläufe, aber auch die Erste-Hilfe in sich vereinigt.

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ZUR PERSON: Olaf Döhring

Der 46-Jährige ist in Murg aufgewachsen. Seine Ausbildung absolvierte er bei den Stadtwerken Waldshut-Tiengen. Seit 17 Jahren arbeitet er als Fachangestellter für Bäderbetriebe im Waldfreibad Häusern-Höchenschwand.

„Erfolgreich baggern“ hält Wort

Badische Zeitung vom 28. Juli 2015

Mannschaften treten beim Beachvolleyballturnier im Waldfreibad an / Erstmals siegt ein Team aus Häusern.

HÄUSERN/HÖCHENSCHWAND. Was für ein sportliches Spektakel, am Sonntag auf dem Beachvolleyballplatz des Waldfreibads beim zehnten Beachvolleyballturnier. Neun Teams zeigten ihren Kampfgeist. Bis schlussendlich der Wanderpokal aus den Händen von Bürgermeister Thomas Kaiser, dem Spender des Pokals, sowie Rainer Schwinkendorf, dem Vorsitzenden des veranstaltenden Fördervereins „Freunde des Waldfreibads“ an die Häuserner Mannschaft „Erfolgreich baggern“ ging.

„Tolles Beachvolleyballturnier“, sagte Bürgermeister Thomas Kaiser, der die Idee dazu hatte, bei der Siegerehrung. Zudem betonte er: „Auch einen nächsten Pokal werde ich wieder bringen, solch eine Sache soll man unterstützen, denn neben dem Spaß und Sport entstanden auch sportliche Freundschaften“. Zuvor habe „noch nie ein Team aus Häusern gesiegt“, sagte“ Schwinkendorf.
Chantal Kallis, Fabian Zumkeller, Steven Damjanov und Lukas Schlageter hatten eine Traumreise an die Spitze angetreten. In einer dramatischen Schlusssequenz wehrten die Gegner „Schnibbys“ sieben Matchbälle ab, bevor sie sich in das unvermeidliche Schicksal fügen mussten
Am Ende hieß es bei einem hochklassischen Schlagabtausch: „Das war der Punkt“, brüllte Kommentator Swen Golling von der Teamwelt „Olaf Jung“ durchs Mikrofon und ließ die riesige Soundanlage dröhnen. „Die Gewinner stehen fest“, rief er. „So sehen Sieger aus“, polterte dann auch die Musik aus der kommodengroßen Anlage, machte für „Erfolgreich baggern“ den Sportaugenblick perfekt und begleitete sie vom Platz. Mit einer Beachvolleyball-Lässigkeit, surferstrahlendem Strandheldenlächeln, Kampfwillen und konzentriertem Laufen im Sand begeisterten sie das Publikum auf der Waldtribüne.

Die Jüngste des Turniers brachte 16 Jahre mit, der Mediziner Ludwig Gruhn startete als ältester Teilnehmer. Immer jeweils eine Frau und drei Männer standen sich gegenüber. „Das sind die Mixed-Regeln“, erklärte Schwinkendorf. Sechs Stunden schlugen die Sportler auf, nahmen an, arbeiteten am Netz, sprangen hoch, um Angriffe abzuwehren oder um auf dem höchsten Punkt auf der Hüftachse zu einem C zusammenzuklappen. Wieder und wieder lenkten sie ihre Hände, um den Ball direkt in die nicht abgedeckte Stelle zwischen den Füßen des Gegners zu platzieren.
Mit solch bewussten Aufschlägen, Annahmen und Feldverteidigungen setzten sich Mannschaften aus der Raumschaft, aus St. Blasien, Höchenschwand, Bannholz, Häusern und aus Tiengen und Lauchringen unter Druck.
Dabei gaben sich die Teilnehmer des Beachvolleyballturniers Namen wie „Portasse“, „Gut gebaggert“, „Magic Mamboo“, „ImPoSand“, „Ohne Plan“, „A-Team“, „Hände hoch“, „Schnibbys“ und „Erfolgreich Baggern“. Gemeinsam atmeten sie Lachen, Spaß, „Schöner-Ball-Rufe“ und die grandiose Stimmung ein.
Zog noch am Tag davor ein mächtiger Orkan um die Häuser, blieb dieser am Sonntagnachmittag erstaunlich ruhig. Seit Jahren seien die „Schnibbys“ Seriensieger, doch dieses Mal habe sich die Jugend durchgesetzt, sagte Schwinkendorf noch, während er die von den Firmen gesponserten Preise vergab.
Neun Mannschaften kämpften um den Sieg. Die Sieger Chantal Kallis, Fabian Zumkeller, Steven Damjanov, Lukas Schlageter. Foto: Cornelia Liebwein